Schauspieler Philip Seymour Hoffman gestorben
Sophia Dalton Ein Master weniger
3. Februar 2014. Der amerikanische Theater- und Filmschauspieler Philip Seymour Hoffman ist am Sonntagabend in New York gestorben. Das meldet u.a. die New York Times. Der 46-jährige sei von einem Freund in einer Wohnung in Greenwich Village gefunden worden, die er als Büro genutzt habe. Todesursache sei aller Wahrscheinlichkeit nach eine Überdosis Heroin.
Hoffman wurde 1967 in Fairport, New York geboren. Seine Ausbildung erfuhr er an der Tisch School for the Arts der New York University. Er wirkte seit 1992 als Schauspieler in über 50 Filmen mit, darunter "The Big Lebowski" (1998) von den Coen-Brüdern, "Happiness" (1998) von Todd Solondz, "Boogie Nights" (1997) "Magnolia" (1998) und "The Master" (2012) von Paul Thomas Anderson. Für seine Darstellung des Schriftstellers Truman Capote im Bio-Pic "Capote" von 2005 gewann er einen Oscar.
Hoffman machte auch Theater, nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur. Er spielte in O'Neills "Eines langen Tages Reise in die Nacht", in Tschechows "Möwe", Sam Shepards "True West" und den Jago in dem von Peter Sellars inszenierten Othello. Außerdem war er Mitbegründer der New Yorker Off-Broadway-Company "LAByrinth" und hatte eine Zeitlang deren künstlerische Leitung inne. Mittlerweile wird die Company von seiner Lebensgefährtin und der Mutter dreier gemeinsamer Kinder, der Kostümbildnerin Mimi O'Donnell, weitergeführt. Hoffmans erste und letzte Bühnenrolle war die des Willy Loman im "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller.
(New York Times / Die Welt / sd)
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