"Zentralrat der Asozialen" weist Kritik zurück
Sophia Dalton Nicht unangreifbar machen
25. März 2015. Der Sprecher und Initiator des Zentralrats der Asozialen in Deutschland (ZAiD) Tucké Royale sieht sich durch den Offenen Brief des "AK Marginalisierte gestern und heute!" zu Unrecht kritisiert.
Die Methode des ZAiD sei das "Pre-Enactment". Historische Ereignisse würden nicht nachgestellt, sondern produziert. Der künstlerischen Arbeit läge immer auch ein politischer Gestaltungswille zu Grunde. Die "grundlegende Problematik des Stigmas 'asozial' in seiner historischen (Dis)kontinuität und dem Umgang mit der Institution eines Zentralrats" würde in der Arbeit immer miterzählt, nicht aufgelöst. Der Zentralrat wolle sich nicht unangreifbar machen, sondern alle möglichen Kritikpunkte und Konfliktlinien miterzählen.
Als "Erster Sprecher" verweise er, Royale, so oft wie möglich auf die langjährige Tätigkeit von Historiker*innen, Gedenkstätten, Lagergemeinschaften, Opferverbänden, Projektgruppen wie Arbeitskreisen. Der ZAiD stelle sich als "Veröffentlichungsorgan und Aufklärungsbeschleuniger" zur Verfügung und hoffe auf eine zukünftige Kooperation mit dem "AK Marginalisierte gestern und heute!".
Allerdings habe der AK bisher auf den Wunsch nach einer Auseinandersetzung auf Augenhöhe und ein Kooperationsangebot "hauptsächlich mit Vorwürfen" reagiert.
Der ZAid lade den AK an dieser Stelle abermals zu einer "respektvollen Auseinandersetzung" ein.
(Zentralrat der Asozialen in Deutschland / jnm)
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